Was du von einem gut organisierten Foto- Event erwarten darfst - mit Fantasy das Jahr beschließen

Aktualisiert: Jan 13

Hast du auch schon einmal bei Instagram oder facebook von einem Foto-Event gelesen? Und dann hast du dich gefragt, wie so etwas ablaufen könnte, aber darauf keine wirklich gute Antwort gefunden? Das kenne ich zu gut! Nach diesem Artikel kannst du beruhigter und gut vorbereitet zu deinem ersten Event aufbrechen und dort richtig viel Spaß haben - und ganz nebenbei machst du zauberhafte Fotos.



1. Wo findet man spannende Foto-Events?

Eines Tages scrollte ich mich durch Instagram und stieß auf die Story von mayalouportfolio - ihr folgte ich schon länger. Dort erzählte sie von einem bald stattfindenden Foto-Event. Es ging um Fanatsy- Fotos und die Winterpause "zwischen den Jahren". In ein paar Worten fasste sie die wichtigsten Rahmenbedingungen zusammen. Außerdem berichtete sie noch von einer extra facebook- Gruppe. Dort könne man bei Interesse eintreten und nähere Informationen bekommen.

Von einer Freundin (die liebe Lisa), die ich schon häufiger als Modell vor der Linse hatte, wusste ich, dass sie schon häufiger an ähnlichen Events teilgenommen hatte. Ich sprach sie darauf an und erfuhr so ein wenig mehr über die Abläufe. Allerdings aus Sicht des Models. Mir als Fotografin stellten sich noch einige andere Fragen. Vor allem das vor Ort gestellte Licht interessierte mich besonders. Muss ich vielleicht doch ein paar kleine Studioblitze einpacken? Kann ich mit Nebel experimentieren? Wird mein Aufsteckblitz ausreichen? Oder sollte ich vielleicht doch noch die kleine Softbox mitnehmen? Würde ich Zeit haben, um auch noch mit einem Aufsteckblitz und bunten Folien den Bildern meinen eigenen touch zu verleihen?

Pfff, ok, nun war der Punkt gekommen, sich an die Veranstalterin zu wenden. Also schrieb ich Mayalou an. Nach einem kurzen und freundlichen Nachrichten- Austausch war klar: super nett, total hilfsbereit und voll im Thema; nun wollte ich unbedingt teilnehmen.

Das kann ich euch übrigens wärmsten empfehlen. Und als kleiner Tipp: wenn der Veranstalter sich keine Zeit nimmt, dir zu antworten, dabei hektisch, nicht informativ oder gar unfreundlich wirkt: das ist keine gute Werbung und meist kein gutes Omen. Jeder steckt bei der Organisation mal in stressigen Phasen - es gibt aber auch gute Freunde, die dann solche Fragen für einen beantworten können und den Support übernehmen.


2. Anmeldung und andere Teilnehmer

Nachdem ich mir per paypal einen Platz bei dem Event gesichert hatte, trat ich auch der facebook- Gruppe bei. Dort ging es mittlerweile schon hoch her und ich guckte mir die ganzen Vorstellungsposts an. So hatte ich wenigstens einen kleinen Eindruck davon, wer alles kommen würde. Nach einer geraumen Zeit auf Instagram kennt man sich untereinander. Und auf einem Foto- Event kommen echt viele Leute zusammen, die auch weiter weg wohnen. Also konnte ich schon mal gucken, ob bei den bisherigen Modellen jemand dabei war, den ich gern vor der Linse haben wollte. Die Gruppe diente auch der Absprache. So konnte wir schon vor dem Event klären, wer was mitbringen kann - Equipment, Kleider, Deko, Headpieces. Im Bereich der Fantasy- Fotografie kommen echt viele mit unter skurrile Dinge als Deko in Frage - und das wollte vorher natürlich abgestimmt werden.



3. Fotowalk vs. Event - Planbarkeit und Absprachen

Trotz der Ausführungen meiner Freundin konnte ich mir noch immer nicht vorstellen, wie der Ablauf genau sein würde. Ich wusste: das Event ging zwei Tage und pro Tag waren ungefähr gleich viele Modelle und Fotografinnen vertreten.

Bisher konnte ich auf Fotowalks Erfahrungen sammeln, jedoch nicht auf solchen Events. Bei Fotowalks ist es häufig so, dass sich eine zusammen gewürfelte Gruppe aus Modellen und Fotografinnen an einer tollen location trifft - bei mir war es ein großer Park - und dann läuft man gemeinsam los. Irgendwie finden sich dann Kleingruppen zusammen und fotografieren. Wenn man weder die location noch die Gruppe kennt, ist es recht schwierig, sich vorher zu überlegen, was man in der Zeit umsetzen möchte. Ich zumindest freue mich, wenn ich von so einer Aktion mit Bildern nach Hause komme, die ich dann auch in meinem Portfolio nutzen kann.

Diesmal wusste ich, dass ein befreundetes Modell (Grüße gehen raus an Jassi) schon vorher ankündigte, dass sie sich am liebsten einmal in allen Sets von mir fotografieren lassen würde. #feelingfame

Die Organisatorin hatte die Sets vorher schon liebevoll vorbereitet und in der facebook- Gruppe und auf Instagram gepostet. So hatten wir schon eine gute Vorstellung davon, was uns erwarten würde. Mir hat diese Art der Planung und Transparenz unheimlich geholfen. So konnten das Modell und ich gemeinsam überlegen, was wir fotografieren möchten.


4. Fototasche: was packe ich nun ein?

Durch die Planung war meine Packliste trotzdem recht umfangreich. Die anfängliche Rücksprache mit der Veranstalterin half mir bei der Entscheidung, dass ich auch meine Studioblitze einpackte.

Ich persönlich mag einfach nicht gern mit Softbox- Dauerlicht fotografieren. Also Lichtformer und Blitze ins Auto geworfen und noch ein paar andere Dinge dazu und es konnte losgehen.

In mein ganz normales Reisegepäck gehören neben einer Kamera mit vollen Akkus meine Standard- Objektive aus der Sigma- Art Serie mit 24, 50 und 135 mm, sowie zwei Reportageblitze und eine dazu passende kleine Softbox. Somit bin ich vom Licht her unabhängig und kann auch damit schon vieles so ausleuchten, wie es mir mit recht engen Portraits gefällt. Zu den Blitzen gehören für mich auch immer Farbfolien. Damit kann ich entweder das Blitzlicht farblich an das Umgebungslicht anpassen oder fancy Lichtspielereien machen (wofür ich sie tatsächlich lieber nutze ;)) Gerade bei Fantasy macht sich buntes Licht immer gut.

Die Studioblitze inklusive der Stative und Lichtformer hatte ich dieses Mal aus Vorsorge dabei. Sie gehören nicht zu meinem normalen Reisegepäck.


5. Ankommen, staunen und kennenlernen

Der erste Tag ist für mich immer der spannendste! Nun siehst du die Sets das erste mal live und in Farbe - total inspirierend! Mayalou hatte mit ihrem eigenen Kostümverleih einen echt großen Fundus zur Verfügung gestellt. Dazu unglaublich viele Headpieces, Schmuck und andere Accessoires. Wirklich zauberhaft und so aufwendig. Auch die Gestaltung der Sets war unheimlich detailliert und voller Ideen.

Nach dem Ankommen stellte man sich den meisten Menschen erst einmal vor - und manche gingen zwischen all den Sets auch erst einmal verloren. Im Laufe des Tages entdeckt man dann immer mal wieder Leute, die man gefühlt vorher noch gar nicht gesehen hatte.

Die Stimmung vor Ort war bei diesem Event wirklich super! Zeitweise saß ich einfach nur in einer gemütlichen Sitzecke und beobachtete das Treiben. Zum Zeitpunkt des Events hatte ich privat eine sehr stressige Phase und konnte so den Tag einfach mit Beobachtungen genießen. Eine willkommene Auszeit.

Um sich auf alles gut einstimmen zu können, gab es einen ganzen Tisch voll mit tollen Fotobüchern der Fotografen und Modelle. Somit konnte man noch eine weitere halbe Stunde mit Gucken verbringen.

Und trotz aller Gemütlichkeit war man ja zum Fotografieren da!




6. Fotografieren - so viele Möglichkeiten!

Das Modell und ich hatten es so vorher ja so abgesprochen, dass wir diesen Tag gemeinsam verbringen wollten und ich keine anderen Modelle fotografierte - es sei denn, sie seien am nächsten Tag nicht mehr da. Und bei dieser Absprache blieb es auch. So konnten wir beide in Ruhe alle Sets und verschiedene Outfits ausprobieren.




In der Regel verlief es so, dass man sich für ein Set entschied - war dies nicht belegt durch andere, konnte man direkt loslegen und sich darin austoben. Im Laufe des Tages kristallisierten sich die Lieblingssets heraus; dann war auch schon mal anstehen angesagt. Durch einfache Absprachen war das aber wirklich kein Problem.



Am zweiten Tag hatte ich keine festen Verabredungen mehr mit Modellen und dachte, dass es ein ruhiger Tag mit viel Zuschauen werden könne. Allerdings ging es dann doch recht hoch her und ich war mit mehreren Modellen in den Sets unterwegs.

Das eine und andere Mal habe ich bei anderen Fotografinnen assistiert. So konnte man sich untereinander noch einmal viel besser kennen lernen und auch gemeinsam an Ideen für verschiedene mögliche Projekte spinnen.

Beide Tage waren auf ihre Weise wuselig und man hatte immer etwas zu tun. Trotzdem kam keine Eile auf. Alle waren untereinander sehr fair und niemand hetzte herum. Auch durch die Veranstalterin kam eine sehr familiäre Atmosphäre auf.


7. Abschied

Und wie alle schönen Dinge geht auch ein Fotowochenende zu Ende. Man saß noch einmal gemütlich zusammen und tauschte untereinander Visitenkarten aus. Ein gemeinsames Essen (das gab es an beiden Abenden) rundete alles ab.

Durch die vorherige Organisation und Planung konnte ich für mich echt viel mitnehmen und viele Leute hinter den mir schon bekannten Profilen kennen lernen. Beim Abschied freute man sich auch schon auf ein baldiges Wiedersehen und gemeinsame Fotoprojekte. Wer noch Zeit hatte, half der Organisatorin beim Aufräumen und dem Abbau. Alles in allem war ich erschöpft, aber glücklich und freute mich auf das nächste Event dieser Art.


8. Was mir danach noch durch den Kopf ging

Was hatte mich in den Tagen danach beschäftigt? Welche Ratschläge kann ich dir nun noch mit auf den Weg geben?

Ich würde mir für das nächste Mal mein gedrucktes Portfolio einpacken. So kann man verschiedene Projekte zeigen, die vielleicht noch nicht den Weg in den Insta- Feed oder auf die Homepage geschafft haben - vielleicht auch, weil sie dort einfach nicht hingehören. Durch ein gedrucktes Portfolio hat man aber vor Ort die Chance, Menschen auch für andere Projekte zu gewinnen und sich auszutauschen. Dabei helfen auch Visitenkarten ungemein. Vor allem, wenn man schon echt schöne und wertige Karten besitzt - und sie nicht wie ich zu Hause liegen lässt.

Außerdem werde ich mir bei einem nächsten Event ein Limit an Modellen setzen. Mir fiel ganz schnell auf, dass ich aus Höflichkeit bei zu vielen lieben Anfragen „ja“ gesagt habe, und nun mit all den vielen Bildern in meinen stressigen Alltag zurück kam. Trotzdem wollten die Bilder an die Modelle versendet und nach der Auswahl auch bearbeitet werden. Für mich bedeutet das erneuten Stress - auch wenn mir Bearbeiten und Fotografieren unheimlich viel Spaß macht.

Dies möchte ich beim nächsten Mal unbedingt vermeiden - und so auch eine bessere Qualität im Gesamtpaket abliefern. Wer mit Tina Blitzlicht arbeitet, soll auch das volle Programm bekommen. Und dazu gehört eben auch ein zeitig abgegebenes Bild oder ein ausführlicher Austausch in Nachrichten.

Meine anfänglichen Bedenken, ob Zeit und Geld gut investiert seien, kann ich ganz klar bejahen. Mayalou nahm sich wirklich viel Zeit für jeden von uns - mal ein kleiner Plausch, sie selber als Modell vor der Kamera oder mit hilfreichen Tipps bei der Kleiderwahl. Die Sets waren alle hochwertig dekoriert, der Fundus von ihr ist unglaublich vielfältig und Licht gab es ebenfalls. Wem Softboxen nicht passen, durfte sein eigenes Licht aufstellen.

Diese Erfahrung gilt natürlich nicht für jedes Event. Jeder von uns wird sicherlich mindestens einmal ein Event buchen, welches ihm nicht gefällt. Das gehört wohl dazu. Doch auch wenn einem vielleicht die Organisation nicht zusagt oder etwas anderes nicht gefällt, kann man trotzdem schöne Bilder mitnehmen. Wenn man eh schon da ist…


Dies ist er also: mein Erfahrungsbericht zu einem Foto- Event bei Mayalou. Welche Informationen fehlen dir dazu noch? Schreibe mir deine Frage einfach per Email oder hier in die Kommentare!